Direktor Hannes Schmidt

Hannes Schmidt ist in Ulm/Donau geboren und in München aufgewachsen. Nach seinem Schauspiel- und Opernregiestudium am Richard Strauss Konservatorium hatte er Gelegenheit, dem weltbekannten Opernregisseur Jean Pierre Ponnelle zu assistieren. Daraus ergab sich sein erstes Engagement als Chefdisponent und persönlicher Referent des Intendanten Prof. Karlheinz Haberland am Landestheater Salzburg. Als künstlerisch administrativer Betreuer der Konzerte im Salzburger Mozarteum im Auftrag der Direktion der Salzburger Festspiele gewann er erste Einblicke in die Abläufe des internationalen Konzertwesens.

Weitere Stationen als Leiter der jeweiligen Betriebsbüros am Staatstheater Braunschweig und an der Volksoper in Wien führten ihn als Orchesterdirektor zu Prof. Wolfgang Sawallisch an die Bayerische Staatsoper. Mit der damit verbundenen Verpflichtung zur Organisation der Konzerte für die Musikalische Akademie in München war der Weg endgültig vorgegeben: 1992 verließ Prof. Sawallisch München in Richtung Philadelphia/USA, Hannes Schmidt wurde Intendant der Stuttgarter Philharmoniker. Er gab dem Orchester in Abgrenzung zu zwei weiteren A-Orchestern der Stadt ein eigenes Aufgabenprofil, indem er die Abonnementstruktur neu gliederte und mit alternativen Konzertformen und Ideen dem Orchester zu neuer Identität und kulturpolitischer Positionierung verhalf.

Darin sieht Hannes Schmidt seit 2001 als er von Wolf-Dieter Hauschild als Intendant des Philharmonischen Staatsorchesters Halle vorgeschlagen und berufen wurde,  seine hauptsächliche Aufgabe. Gemeinsam mit Prof. Große Jäger und der Konzertpädagogin Anke Krüger entwickelte er auch in Halle die Musik vermittelnde Kinder- und Jugendarbeit zu einer beispielhaften Größenordnung.

Seine Kontakte zu Agenturen und Veranstaltern führten das Philharmonische Staatsorchester Halle ins Ausland (Österreich, Luxemburg, Schweiz, Italien, Spanien und Japan) sowie zu Festivals und in deutsche Städte wie Garmisch-Partenkirchen, München, Berlin, Stuttgart, Köln, Bremen, Nürnberg/Fürth, Dresden, Frankfurt und Hamburg.

Durch die Fusion der beiden großen Halleschen Orchester zur Staatskapelle Halle und dem darin integrierten Ensemble des Händelfestspielorchesters im Jahr 2006 sind ihm neue Chancen eröffnet, neben den hauptsächlichen Funktionen dem Konzertwesen in Halle und Sachsen Anhalt wesentliche Impulse zu geben und das Renomme überregional und international zu steigern.