Die Staatskapelle Halle

ist unter den deutschen Orchestern ein wahres Musterbeispiel für sogenanntes Multi-Tasking: sie spielt im Konzert-
saal und ist zudem Klangkörper der Oper Halle, sie spannt den Bogen von großem Sinfoniekonzert über Oper, Operette, Ballett und Musical bis hin zu Evergreens im Pavillonkonzert und deckt damit das gesamte klassische Repertoire vom Barock bis zur Gegenwart ab. Sie vereint verschiedene Ensembles - ob das auf historischen Instrumenten musizierende Händelfestspielorchester , das sich in der Händelstadt und darüber hinaus seit über 15 Jahren einen Namen gemacht hat, oder das auf die klassische Moderne spezialisierte Streicherensemble collegium instrumentale halle , das 2009 sein 50-jähriges Bestehen feiert -, sie hat in der Robert-Franz-Sing-
akademie einen kongenialen Chor an ihrer Seite, mit dem sie große Oratorien aufführt, bietet ein breites Spektrum an Kammermusikformationen auf und begeistert mit allem:

 

Von tief beeindruckendem Hörgenuss und einer nachhaltigen Erweiterung des Erlebnishorizonts schreibt die Presse nachher, dazu von Riesenbeifall, Sonderapplaus und Bravo-Rufen, und weist die Staatskapelle Halle enthusiastisch als einen der besten Klangkörper im mitteldeutschen Raum aus.

 

Erst 2006 durch Zusammenschluss des Philharmonischen Staatsorchesters Halle mit dem Orchester des Opernhauses Halle gegründet, setzt sie die Tradition der ehemaligen Orchester mit ihrer bis ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Tradition fort. Große Namen sind in ihre Chronik eingegangen, etwa Kurt Masur, Klaus Tennstedt, Horst Förster, Hartmut Haenchen, Heribert Beissel, Roger Epple, Bernhard Klee und Wolf-Dieter Hauschild, die teilweise über Jahre als Chefdirigenten am Pult standen. Denkwürdige Konzertereignisse gab es über die Jahrzehnte immer wieder. Glanzlichter in jüngster Zeit waren der Mahler-Zyklus unter Hartmut Haenchen, der Gershwin-Abend mit Wayne Marshall, das Konzert mit Daniel Barenboim am Klavier und die konzertante Darbietung von Wagners Walküre mit Angela Denoke.

 

Die Staatskapelle Halle spielt in Stadt und Land, geht auf große Gastspielreisen im In- und Ausland - zuletzt führten sie Einladungen zum Festival di Ravello (Italien), nach Seoul (Süd-Korea), und zum Festival de Musique de Strasbourg (Frankreich), im September wird sie zum wiederholten Mal die Konzertwoche auf Schloss Neuschwanstein gestalten, im Frühjahr 2010 wird sie in der Kölner Philharmonie und im Festspielhaus Salzburg auftreten -, sie engagiert sich mit breiten Angeboten an Familien- und Grundschulkonzerten für die Kleinsten, unterstützt das Jugendsinfonieorchester Sachsen-Anhalt in ihren Arbeitsphasen, pflegt auch Neue und Neueste Musik und kooperiert dabei mit dem vielbeachteten Festival IMPULS.    

 

Seit April 2008 ist Karl-Heinz Steffens Generalmusikdirektor der Staatskapelle Halle, der sie und ihr Publikum mit Versiertheit und Elan zu weiteren Höhenflügen animieren wird.